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Betreuungsrecht
Was ist eine Patientenverfügung? Warum ist eine Vorsorgevollmacht sinnvoll?

Eine Patientenverfügung dient der Information der Angehörigen, Bevollmächtigten und behandelnden Ärzte über den im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte geäußerten Willen des Verfügenden, was für den Fall späterer ärztlicher Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffe gewollt ist, sofern man dann nicht mehr in der Lage ist, solche Entscheidungen selbst zu treffen oder zu artikulieren.

Mit einer Vorsorgevollmacht wählt man zu Zeiten des Vollbesitzes der eigenen geistigen Kräfte einen oder mehrere Personen aus, die für die ebenso ausgewählten Bereiche Entscheidungen für einen selbst treffen dürfen. Kann man eigene Entscheidungen nicht mehr treffen und hat keine Vorsorgevollmacht für den betreffenden Lebensbereich erteilt, wird auf Antrag - auch Antrag Dritter - ein Betreuer eingesetzt. Dies kann ein Familienangehöriger sein, aber auch ein Fremder, ein Berufsbetreuer.

Bevollmächtigte und Betreuer, wie auch Ärzte und Behandlungspersonal sind an den Willen des Verfügenden und des Vollmachtgebers gebunden, wenn Verfügung und Vollmacht auf die jeweilige aktuelle Lebens- und Behandlungssituation zutreffen. Zwar weiß der Einzelne nicht, welches Schicksal einen einmal ereilt und welche medizinischen Möglichkeiten es dann geben wird. Dennoch ist eine Patientenverfügung hilfreich und sollte so konkret wie möglich formuliert sein. Allgemeine Anweisungen, z.B. dass man in Würde sterben möchte, reichen dafür nicht aus. Medizinischen Details sind nicht erforderlich, jedoch sollte möglichst eine Formulierung gefunden werden, die so konkret wie möglich ist. So ist es für den Arzt hilfreich, wenn man sich für den Fall eines irreversiblen Komas dagegen ausspricht, dass lebensverlängernde Maßnahmen eingeleitet oder fortgesetzt werden. Es besteht auch die Möglichkeit Anweisungen darüber zu treffe, welche und wie viele Ärzte die Diagnose prüfen sollen, eine Prognose zum weiteren Krankheitsverlauf stellen sollen und wer die Entscheidung im Sinne der vorliegenden Patientenverfügung treffen soll.

Eine Patientenverfügung muss schriftlich erstellt und eigenhändig unterzeichnet werden. Sie sollte ein Datum enthalten. Wir empfehlen auch die Patientenverfügung von Zeit zu Zeit, z.B. im Abstand von drei bis fünf Jahren erneut einer eigenen Prüfung zu unterziehen und sie erneut mit Datumsangabe zu unterzeichnen.

Für Fragen rund um das Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht steht Ihnen die Kanzlei Dr. Blum & Hanke gern zur Verfügung.

Dr. Blum & Hanke Rechtsanwälte
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Der Sitz der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Blum & Hanke befindet sich auf dem WISTA-Gelände im Berliner Ortsteil Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick. Die Ortsteile Johannisthal, Altglienicke, Bohnsdorf, Köpenick, Alt- Treptow, Baumschulenweg und Grünau sind in wenigen Minuten zu erreichen. Die Kanzlei betreibt eine Zweigstelle in Blankenfelde.

Herr Rechtsanwalt Dr. Roger Blum vertritt Sie bundesweit in allen Fragen des Gewerblichen Rechtsschutzes (Marken- und Patentrecht, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht), Bank- und Kapitalmarktrechts sowie des Miet- und Wohnungseigentumsrechts (Mieterhöhung, Kündigung, Räumung, Schönheitsreparaturen, Betriebskosten usw.). Zu seinem Aufgabenbereich gehört auch die Bearbeitung von Mandaten mit internationalen Bezügen im Bereich des Vertragsrechts.

Frau Rechtsanwältin Heike Hanke ist schwerpunktmäßig in den Bereichen Arbeitsrecht (Kündigung, Abmahnung, Lohn, Urlaub), Familienrecht (Ehe, Trennung, Scheidung, Unterhalt, Umgangsrecht, Sorgerecht, Zugewinn), Verkehrsrecht (Unfallregulierung, Schmerzensgeld, Ordnungswidrigkeiten u.ä.) sowie Bau- und Werkvertragsrecht tätig.

Wichtiger Hinweis: Der Artikel dient ausschließlich der allgemeinen und persönlichen Information. Er kann die individuelle Beratung und Beurteilung der Sach- und Rechtslage des konkreten Einzelfalls nicht ersetzen. Der Autor übernimmt auch keinerlei Gewähr und keine Haftung, die aus einer Verwendung der bereitgestellten Informationen resultieren. Der Autor gibt weder rechtliche noch steuerrechtliche Empfehlungen, mit denen eine Mandatsbeziehung begründet wird. Dessen ungeachtet sind sämtliche Informationen mit größter Sorgfalt und bestem Wissen und Gewissen erhoben und weitergegeben worden.

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